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3  Einfache Zombanimals

Im weiteren Verlauf der Arbeit beschreiben Bringsjord et al., wie man hypothetische, biologische Kreaturen mit Mitteln der Robotik nachbaut. Hier ist schon wieder einmal Kritik anzubringen, denn was unterscheidet eine hypothetische, biologische Kreatur von einer rein hypothetischen? Immerhin wird die Kreatur ausschließlich durch ihr Verhalten beschrieben, also nicht im mindesten auf biologischer Basis! Damit führt sich auch die Erwähnung des totalen Turingtests ad absurdum, wenn ohnehin nur Verhalten nachmodelliert wird, um ein Zombanimal zu schaffen: das reicht auch für den normalen Turingtest. Die Aussage, dass die in diesem Teil erwähnte, künstlich geschaffene Kreatur "‘offensichtlich kein subjektives Bewusstsein hat"’ und daher ein "‘Zombanimal"’ sei, ist absolut nicht objektiv überprüfbar, da eben subjektiv und deswegen auch nicht "‘offensichtlich"’. Schließlich können wir nicht einmal mit Sicherheit sagen, ob andere Menschen neben uns ein Bewusstsein haben! Die darauf aufbauende Behauptung, dass komplexere Varianten der künstlichen Kreatur auch kein phänomenales Bewusstsein haben könnten, da der kleine Unterschied zum Vorgänger dieses nicht plötzlich erzeugen könne, ist ebenso unfundiert. Dass Bewusstsein inkrementell wachsen kann, sollte eigentlich jedem Menschen klar sein, der die Entwicklung von der Eizelle zum Erwachsenen durchlebt hat.


Copyright   ©  2002   Markus Mottl  ⟨markus.mottl@gmail.com
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